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Zitate zum thema lebensqualität

Zitate zum Thema Lebensqualität
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Das Gute Leben – Lebensqualität bei Aristoteles & Co.
Wer über die beste Verfassung die Untersuchung in sachgemäßer Weise anstellen will, der muss notwendig zuerst be-stimmen, welches das wünschenswerte Leben ist. Denn solange dies noch im Unklaren ist, muss notwendig auch die beste Staatsverfassung im Unklaren bleiben. (Aristoteles Politik 1323 a 14–17, zit. n. Nussbaum, Martha (1999): Ge-rechtigkeit oder Das gute Leben. Gender Studies. Frankfurt/M.: Suhrkamp. S. 32) Nie war ich in der Überzeugung schwankend geworden, dass Glücklichsein der entscheidende Test aller Verhaltensre-geln sei und der Zweck des Lebens. Aber jetzt überlegte ich, dass man dieses Ziel nur erreichen könne, wenn man es nicht direkt anstrebt. Nur die sind glücklich (so dachte ich), die ihren Sinn auf etwas anderes gerichtet haben als auf ihr Glück; auf das Glück anderer, auf die Besserung der Menschheit oder auf irgendeine Kunst, irgendein Vorhaben, das sie nicht als Mittel verfolgen, son-dern in sich selbst als idealen Zweck. Auf etwas anderes zielend, finden sie beiläufig Glück.“ Diese Erfahrungen verdichten sich schließlich zu einer Formel: „Frage dich, ob du glücklich bist, und du hörst auf, es zu sein. Die einzige Chance ist, nicht das Glücklichsein, sondern irgendeinen anderen Zweck als das eigentliche Le-bensziel zu behandeln. (John Stuart Mill, 1873 – siehe auch am Schluss von: Jeremy Bentham: Utilitarismus und Libe-ralismus. Zitiert nach: http://www.muellerscience.com/WIRTSCHAFT/Umwelt/Lebensqualitaet_Zitate.htm) Frühe Nennungen des Begriffs Lebensqualität – Das Erwachen einer Idee
Dieses Zitat Pigous gilt als erstes Zitat des Wortes Lebensqualität überhaupt. Der Begriff wird dort allerdings nicht systematisch expliziert und ist nicht systematisch eingebunden. The possibility of conflict between the effects of economic causes upon economic welfare and upon welfare in general, which these considerations emphasise, is easily explained. The only aspect of conscious life which can, as a rule, be brought into relation with a money measure, and which, therefore, fall within economic welfare, area a certain limited group of satisfactions and dissatisfactions. But conscious life is a complex of many elements, and includes, not only these satisfactions and dissatisfactions, and along with them, cognitions, emotions and desires. Environmental causes operating to change economic satisfactions may, therefore, either in the same act or as a consequence of it, alter some of these other elements. The way in which they do this may be distinguished, for purposes of illustration, into two princi-pal groups. First, non-economic welfare is liable to be modified by the manner in which income is earned. For the sur-roundings of work react upon the quality of life. Ethical quality is affected by the occupations—menial service, agricul-tural labour, artistic creation, independent as against subordinate economic positions, monotonous repetition of the same operation, and so on—into which the desires of consumers impel the people who work for satisfy them. It is affected, too, by the influence which these people exert on others with whom they may be brought into personal contact (Pigou, Arthur Cecil (1924): The economics of Welfare. London: Macmillan and Co., S. 14f.). Das folgende Zitat stellt nicht nur insofern eine Besonderheit dar, da es absurd ist, dass sich ein Nazi-Statistiker auf Lebensqualität beruft. Es stellt auch insofern eine Besonderheit dar, als die Verwendung des Wortes zu dieser Zeit nicht üblich war. Wahrscheinlich hatte der Mann Pigou gelesen. Falls jemand mehr dazu weiß, wäre ich sehr daran interessiert, etwas darüber zu erfahren. Ergänzt werden diese statistischen Erkenntnisse durch die biologischen Bestandsaufnahmen, wie sie in den Muste-rungsergebnissen der Wehrmacht, in den Untersuchungsergebnissen für das Jungvolk und den Jungmädelbund, in den Spezialuntersuchungen von Gesundheitsämtern, Universitätsinstituten, Betriebsärzten usw. für besondere Personenkrei-se, für besondere Gebietsteile vorliegen. Auch die statistische Auswertung der Ergebnisse der Reichsberufswettkämpfe darf nicht unerwähnt bleiben. Alle die genannten Quellen ermöglichen mit der Zeit einen allgemeinen Gesundheitskata-ster, eine volksbiologische Diagnose, ein klares Bild von der Lebensqualität des deutschen Volkes, von den Erbgesun-den und den Erbkranken, ermöglichen wichtige Unterlagen zur Förderung der guten, zur Verhinderung der schlechten Erbmasse, zur erbbiologischen Gesundung des Volkskörpers. (Zahn, Friedrich (1940): Die Statistik im nationalsozialis-tischen Großdeutschland. In: Allgemeines Statistisches Archiv, Bd. 29, Jena: Verlag von Gustav Fischer. S. 369–392. hier: S. 372, Hervorhebung durch A. K.) Werbeblock Neuere Studien über die Einstellung von Erwachsenen und Kindern haben gezeigt, dass es, wenn die Frage allgemein gehalten ist, ein abnehmendes Interesse am Verdienen größerer Summen gibt. Ich glaube nicht, dass das auf die schwe-re Bürde einer progressiven Besteuerung zurückzuführen ist, sondern auf den unausgesprochenen Glauben, dass die Gesellschaft auf jeder Ebene, unabhängig von der Höhe der verdienten Summe, die wesentlichen Bestandteile eines angenehmen und sicheren Lebens garantieren sollte und will. (Marshall, Thomas H. (1992 [1949]): Bürgerrechte und soziale Klassen. Zur Soziologie des Wohlfahrtsstaates. Frankfurt/M., New York: Campus. S. 92) Anfang der sechziger machte Schwabing durch denkwürdige Ereignisse Geschichte: Am 20. Juni 1962, in einer warmen Sommernacht vor Fronleichnam, fühlte sich ein Anlieger durch fünf Straßenmusikanten belästigt und rief die Polizei. … Da bei den Krawallen kaum politische Meinungen geäußert wurden, vermutete Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel im Rückblick auf seine Amtszeit als Grund für die Unruhen: „Wahrscheinlich war es aber – wenn man von den reinen Rowdies absieht – zumindest bei den Jüngeren doch schon ein unartikulierter Protest gegen die Wohlstandsge-sellschaft und das Wirtschaftswunder: Das Bedürfnis gegen irgend etwas, das allzu glatt und problemlos zu laufen schien, Widerstand zu leisten. Überspitzt könnte man es eine Aufstand der Individualität gegen die Straßenverkehrs-ordnung nennen, einen ersten vehementen Hinweis darauf, dass eine Stadt nicht nur für den Verkehr, sondern auch zum Flanieren, Musizieren, zum Tanzen da ist. Ja vielleicht wird man später einmal sagen, in Schwabing habe zum ersten Mal die humane Stadt gegen die ökonomische Stadt rebelliert. (Reinhard Bauer (1997): Schwabing. 2. Auflage. Mün-chen: Bavarica-Verlag. S. 65) Neuere Studien über die Einstellung von Erwachsenen und Kindern haben gezeigt, dass es, wenn die Frage allgemein gehalten ist, ein abnehmendes Interesse am Verdienen größerer Summen gibt. Ich glaube nicht, dass das auf die schwe-re Bürde einer progressiven Besteuerung zurückzuführen ist, sondern auf den unausgesprochenen Glauben, dass die Gesellschaft auf jeder Ebene, unabhängig von der Höhe der verdienten Summe, die wesentlichen Bestandteile eines angenehmen und sicheren Lebens garantieren sollte und will. (Marshall, Thomas H. (1992 [1949]): Bürgerrechte und soziale Klassen. Zur Soziologie des Wohlfahrtsstaates. Frankfurt/M., New York: Campus. S. 92) Das Augenmerk wird zu sehr auf den engen Bereich des materiellen Wohlstandes gelenkt, und die andern Lebensgrund-lagen werden vernachlässigt. Selbst wenn Technik und Wissenschaft nur als Mittel zum Zweck eingesetzt werden kön-nen, so hängt das Ergebnis davon ab, ob die Ziele gut sind, für deren Erreichung sie benutzt werden sollen. Die Entscheidung über die Ziele kann aber innerhalb von Naturwissenschaft und Technik gar nicht gefällt werden. Sie wird, wenn wir nicht völlig in die Irre gehen wollen, an einer Stelle getroffen, wo der Blick auf den ganzen Menschen und auf seine ganze Wirklichkeit, nicht mir auf einen kleinen Ausschnitt gerichtet ist . " (Werner Heisenberg, 1973, zitiert nach http://www.muellerscience.com/WIRTSCHAFT/Umwelt/Lebensqualitaet_Zitate.htm ) Die Geburt des Konzeptes in den 60ern und frühen 70ern
Wer hat den Begriff Lebensqualität – nach der ersten Nennung bei Pigou (siehe oben) – zuerst verwendet? Es war nicht Lyndon B. Johnson, sondern John Kenneth Galbraith, der im Juli 1964 einen Artikel in der Zeitschrift Science veröffentlichte mit dem Titel „Economics and the Quality of Life“, der auf einem Vortrag basierte, den er am 27. Dezember 1963 in Cleveland, Ohio, vor der American Association for the Advancement of Science hielt (Galbraith, John Kenneth (1964): Economics and the Quality of Life. In: Science, 145, vom 10.7., S. 117–123. hier: S. 117). Dies ist nicht verwunderlich, da Galbraith nach Kennedys Tod als Berater und Redenschreiber für Johnson gearbeitet hat. Entgegen anderen Schilderungen wanderte der Begriff also von der Wissenschaft in die Politik und nicht von der Politik in die Wissenschaft (siehe dazu auch Knecht, Alban (2010): Lebensqualität produzieren. Ressourcentheorie und Machtanalyse des Wohlfahrtsstaats. Wiesbaden: VS-Verlag). In einer Ansprache vor dem National Convent zu seiner Nominierung als Kandidat für das Präsidentenamt verwendete dann Lyndon B. Johnson den Begriff am 27. August 1964 zum ersten Mal: „So let us join together in giving every American the fullest life which he can hope for. For the ultimate test of our civilization, the ultimate test of our faithful-ness to our past, is not in our goods and is not in our guns. It is in the quality – the quality of our people's lives and in the men and women that we produce. This goal can be ours. We have the resources; we have the knowledge. But to-night we must seek the courage” (Johnson, Lyndon B. (1965 [1964]): Remarks before the National Convention upon Accepting the Nomination. August 27, 1964. In: Public Papers of the Presidents of the United States: Lyndon B. John-son, 1963–64. Volume II, Entry 541. Washington: Government Printing Office. S. 1009–1013. Online: http://www.4president.org/speeches/lbj1964convention.htm, 1.1.2008 und Johnson, Lyndon B. (1964): Great Society Speech. Gehalten an der University of Michigan in Ann Arbour am 22. Mai 1964. Abgedruckt in: Public Papers of the Presidents of the United States, Lyndon B. Johnson, Book I. (1963–64). S. 704–707 sowie in Auszügen abgedruckt in: Congress and the Nation, Vol. II, 1965–1968. S. 188, 650, 664) Es ist sinnlos, Städtebau ohne Verkehrsplanung zu betreiben, Verkehrsplanung ohne Erholungsplanung, Erholungspla-nung ohne Landwirtschaftsplanung, Landwirtschaftsplanung ohne Industrieplanung oder Industrieplanung ohne ökolo-gische Landschaftsplanung. Es ist jetzt ins allgemeine Bewusstsein gedrungen, dass Verschmutzung und Vergiftung unserer Umwelt ursächlich zusammenhängen mit so entlegenen Fragen wie Hubraumsteuer, Lohnniveau in der Landwirtschaft, Prioritäten in der Kommunalpolitik. Es ist erkannt worden, dass Umweltschutz nur unter Berücksichtigung komplexer Systemzusam-menhänge sinnvoll zu betreiben ist. Der nächste Schritt ist die Erkenntnis, dass der Komplex Umweltschutz nur in Zusammenhang mit dem Komplex Raumordnung möglich ist. Dabei stellt sich heraus, dass die Lösung räumlicher Zuordnungs- und Nutzungsprobleme vielfach die Bedingung für eine Lösung von Umweltproblemen ist. Beispiel: Probleme der Luftverschmutzung durch Autoabgase, der Landschaftszerstörung durch Straßenbau und Autofriedhöfe könnten durch eine bessere räumliche Zuordnung der Bereiche Wohnen, Arbeiten und Erholen wesentlich verringert werden. (Michael Lohmann (1972): Natur als Ware, zitiert nach http://www.muellerscience.com/WIRTSCHAFT/Umwelt/Lebensqualitaet_Zitate.htm ) Der Versuch, die Chancen menschlicher Verwirklichung zum Maßstab für Fortschritt – und Rückschritt – zu machen, ist unter dem Stichwort „Lebensqualität“ in die öffentliche Diskussion gekommen. Es war der todkranke Otto Brenner, der für April 1972 jene intermationale Tagung der IG Metall zu diesem Thema nach Oberhausen berief, die einmal als ein Einschnitt in der politischen Diskussion unseres Landes gewertet werden wird. Sicher war es gefährlich, daß dieser Begriff sich allzu rausch durchgesetzt hat – vor allem im Wahlkampf 1972 – auch vorzeitig abgenutzt hat. Aber inzwi-schen ist er bereits in die Rechtsprechung eingegangen.[…] (Erhard Eppler (1981/1976): Ende oder Wende. Von der Machbarkeit des Notwendigen. dtv, S. 47) Die Makro-Debatte in den 70ern
Allgemein
Lebensqualität ist mehr als höherer Lebensstandard. Lebensqualität setzt Freiheit voraus, auch Freiheit von Angst. Sie ist Sicherheit durch menschliche Solidarität, die Chance zu Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung, zu Mitbe-stimmung und Mitverantwortung, zum sinnvollen Gebrauch der eigenen Kräfte in Arbeit, zu Spiel und Zusammenleben, zur Teilhabe an der Natur und den Werten der Kultur, die Chance, gesund zu bleiben oder zu werden. Lebens-qualität meint Bereicherung unseres Lebens über den materiellen Konsum hinaus. Die Verantwortung für die Qualität seines Lebens kann niemandem abgenommen werden, aber es liegt in der Verantwortung der Politik, positive Bedingungen für die Lebensqualität zu schaffen. (Wahlprogramm der SPD, 1972) Die Frage nach der Lebensqualität ist nicht zu trennen von der sozialistischen Neubestimmung eines qualitativ neuen gesellschaftlichen Produktions-Typus, d. h. einer gesellschaftlichen Zielsetzung, die die Abschaffung der überflüssig werdenden Arbeitszeit, der neuen Stufe der Entwicklung der Produktionskräfte gemäß als grundlegende Anschaffung der Entfaltung der Selbst-Tätigkeit, der »Selbst-Zweck-Entwicklung der menschlichen Individualität in seiner gattungs-gemäßen Gesellschaftlichkeit« beinhaltet. Für die Arbeiterinnen und Arbeiter, für die Studenten und Intellektuellen ist dieser konkret-utopische Traum voller Wirklichkeitsnähe für viele Jahre ausgeträumt – hat er sich damit als falsch er-wiesen? (Rudi Dutschke, Nachwort in: Reinhard Crusius, Herbert Kuehl, Jan Skala und Manfred Wilke (Hrsg.) (1973): CSSR: Fünf Jahre „Normalisierung“. Hamburg. zit. n. Dutschke, Grete (2007): Rudi Dutschke. Wir hatten ein barba-risch schönes Leben. Kiepenheuer & Witsch. S. 292) Lebensqualitätsorientierte Fortschrittskritik gehört heute zur politischen Programmatik der Parteien der Zweiten Inter-nationalen und nicht der Dritten. Das hat seinen letztinstanzlichen Grund im hyperbolischen Charakter der Verheissun-gen, die für den orthodoxen Marxismus-Leninismus an den technisch-industriellen Fortschritt als Bedingung geknüpft sind. Es sind das eben nicht nur, sozialdemokratisch, Wohlfahrt, soziale Sicherheit und sozialer Ausgleich, vielmehr darüber hinaus, nachrevolutionär, die vollständige Liquidation aller Herrschaftsstrukturen mit Einschluss der Zwangsordnungen des Staates, in dessen Hinscheiden erst sich die Geburt des Kommunismus vollendet. (Hermann Lübbe (1974), zitiert nach http://www.muellerscience.com/WIRTSCHAFT/Umwelt/Lebensqualitaet_Zitate.htm) Die Politik setzt sich dem Risiko aus, einerseits beim Wort genommen zu werden, dabei aber andererseits das semanti-sche Vakuum „Lebensqualität“ in einer Weise mit konkreten Forderungen aufgefüllt zu sehen, über deren Richtung und Reichweite sie keine Kontrolle mehr ausüben kann. Gerade die Vagheit und Pauschalität eines Begriffs wie Lebensqualität, der taktisch begreifliche Verzicht auf inhaltliche Festlegungen und Abgrenzungen, dürfte nur für den Augenblick als Friedensformel taugen; langfristig dürfte sie die Politik mit Verbindlichkeiten konfrontieren, die sie nicht ohne weiteres wieder loswerden, d. h. dem ‚freien Spiel der gesellschaftlichen Kräfte‘ überlassen kann. Gerade der ‚opportunistische‘, klassen- und machtneutrale Gebrauch von Leerformeln räumt der Artikulation von An-sprüchen und Erwartungen Freiheitsgrade ein, die zu fatalen Testbedingungen für die Politik selbst werden müssen. Insofern spricht wenig für eine Interpretation, die dem Kriterium ‚Lebensqualität‘ als einer Zauberformel die Fähigkeit zu einer dauerhaften Vernebelung und Pazifizierung des politischen Bewusstseins der Wählermassen zutraut. (Claus Offe, 1974, zitiert nach http://www.muellerscience.com/WIRTSCHAFT/Umwelt/Lebensqualitaet_Zitate.htm) „Die Bürger müssen wissen, dass in unseren Städten weniger Automobile nicht weniger, sondern mehr Lebensqualität bedeuten.“ (Johannes Rau) … we propose… to ‘monitor the quality of American life’ … our concern was with the experience of life rather than the conditions of life… [we] define the quality of life experience mainly in terms of satisfaction [with life and specific life domains]. (Angus Campbell, Philip E. Converse, Willard L. Rodgers (1976): The Quality of American Life: Percep-tions, Evaluations, and Satisfactions. Russell Sage Foundation) Erhard Eppler
Wir sprechen heute von Qualität des Lebens, obwohl wir nicht genau wissen, worin sie besteht, noch weniger, wie sie zu verwirklichen sei. Wir sprechen von Qualität, weil wir an der Quantität irre geworden sind. Am Anfang steht also auch hier nicht das Wissen, sondern der Zweifel. (Erhard Eppler (1974): Maßstäbe für eine humane Gesellschaft: Le-bensstandard oder Lebensqualität? Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz: W. Kohlhammer, S. 18) Auch wenn wir meinen, die Qualität des Lebens steige in dem Maße, wie es Menschen gelingt, sich selbst zu verwirkli-chen, kann dies eine Leerformel bleiben, es sei denn, wir fragen weiter, wie der Mensch sich selbst am besten verwirk-lichen könne. Dies führt notwendig zur Frage, nach den menschlichen Bedürfnissen. Nicht was der Mensch gebrauchen oder gar ver-brauchen kann, steht zur Diskussion, sondern was er braucht, um seine menschlichen Möglichkeiten zu realisieren. (Erhard Eppler (1974): Maßstäbe für eine humane Gesellschaft: Lebensstandard oder Lebensqualität? Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz: W. Kohlhammer, S. 21) Im übrigen gibt keine der gängigen Rechnungsarten darüber Auskunft, ob das wirtschaftliche und menschliche Potential eines Landes sorgfältig genutzt, teilweise verschwendet oder bereits überbeansprucht wird, ob damit mehr oder mider dringende Bedürfnisse befriedigt werden, ob Investitionen die Zukunft sichern oder gefährden. (Erhard Eppler (1974): Maßstäbe für eine humane Gesellschaft: Lebensstandard oder Lebensqualität? Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz: W. Kohlhammer, S. 23) Wo Qualität des Lebens gefragt ist, wird der Politiker, gedrängt von der öffentlichen Meinung, den Ökonomen und den Unternehmer fragen, was er – positiv oder negativ – dazu beitrage. Politik wird das Interesse des Gemeinwohls zu kon-kretisieren haben, an dem sich Wirtschaft und Administration in gleicher Weise orientieren können. Die Fälle, in denen das Gesamtinteresse gegen das Einzelinteresse durchgesetzt werden muß, werden zunehmen. […] Also kommt alles darauf an, neue Formen der Meinungs- und Willensbildung zu finden. Was höhere Lebensqualität ist, kann nicht von wenigen Wissenden diskreditiert werden. (Erhard Eppler (1974): Maßstäbe für eine humane Gesell-schaft: Lebensstandard oder Lebensqualität? Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz: W. Kohlhammer, S. 29) Weil über die Qualität des Lebens wie nie zuvor politisch entschieden werden muß, wird dies eine politische Epoche sein. Es wird gestritten werden um politische und gesellschaftliche Strukturen. Dabei wird sich etwas ergeben, was die europäische Geschichte bisher nicht kannte: Es werden Konservative sein, die, gebunden an handfeste Interesse, zumin-dest im Ökonomischen den Fortschrittmythos hochhalten. Sie werden uns sagen, daß alles nicht so schlimm sei, daß sich schließlich alles von selbst einspielen werden, wenn man nur den Marktmechanismus nicht störe. (Erhard Eppler (1974): Maßstäbe für eine humane Gesellschaft: Lebensstandard oder Lebensqualität? Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz: W. Kohlhammer, S. 30) Es geht also darum, dem einzelnen Bürger ein Höchstmaß an Entfaltungsspielraum, an Lebenschancen zu bietet. Was er daraus macht, ist immer seine Sache. (Erhard Eppler (1974): Maßstäbe für eine humane Gesellschaft: Lebensstandard oder Lebensqualität? Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz: W. Kohlhammer, S. 65) Weder Wirtschaftswachstum noch die Verhinderung solchen Wachstums können Ziel der Politik sein; ebensowenig kann Klassenkampf Inhalt oder gar Ziel eines politischen Programms bilden. Doch wenn wir das Konzept Lebensquali-tät ernsthaft durchsetzen wollen, müssen wir die Möglichkeit von Auseinandersetzungen mit Klassenkampfcharakter realistisch einkalkulieren. Wer verändern will, bekommt es mit Interessen und Machtpositionen zu tun. Der Versuch der politisch Rechten, das Konzept Lebensqualität in sein Gegenteil zu verkehren, läßt ahnen, was zu erwarten ist. (Erhard Eppler (1974): Maßstäbe für eine humane Gesellschaft: Lebensstandard oder Lebensqualität? Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz: W. Kohlhammer, S. 65) Auch wenn wir zwischen dem Maßstab des Lebensstandards und der Lebensqualität zu wählen haben, geht es letztlich darum, ob wir Werte oder Strukture bewahren wollen. Wer davon überzeugt ist, daß unser ökömisches System die kommenden Jahre nur dann ohne Korrekturen übersteht, wenn das wirtschaftliche Wachstum wieder voll in Gang kommt, wird Wachstum zum obersten Ziel der Politik erheben. Wer fragt, was für die Menschen welchen Wert habe, wird versuchen, daraus soziale Indikatoren abzuleiten und daran die Nützlichkeit wirtschaftlichen Wachstums zu mes-sen. (Erhard Eppler (1981/1976): Ende oder Wende. Von der Machbarkeit des Notwendigen. dtv, S. 38) Diskussion um objektive und subjektive Lebensqualität
Ich wollte zeigen, dass die Lebensqualität nach meiner Auffassung keine objektive Sache sein kann. Denn gleich stellt sich die Frage: für wen, die Lebensqualität für wen? Und wer ist dieser Wer, der in dem "für wen" steht? Das bedeutet also, dass die Lebensqualität eigentlich nicht definiert oder beschrieben werden kann wie ein Modell, genauso wenig wie der Mensch, der diese Lebensqualität verlangt. Was will dieser Wer? Was will dieser Mensch, was hofft er zu sein? Und deswegen, glaube ich, scheitern letztlich – ich sage letztlich, das bedeutet nicht, dass sie unterwegs nicht nützlich sind, aber letztlich scheitern die sogenannt wissenschaftlichen Lösungen –, die Lösungen, die man aus der Biologie, der Soziologie oder der ökonomischen Wissenschaft schöpft. (Jeanne Hersch, 1974, zitiert nach http://www.muellerscience.com/WIRTSCHAFT/Umwelt/Lebensqualitaet_Zitate.htm ) Die Frage nach den subjektiven Komponenten der Lebensqualität, die OECD-Frage nach subjektiven Massen und Indi-katoren für Lebensqualität hat eine gleichsam theorielose Herkunft. Man konstatiert ein gewisses Unbehagen und Unwohlsein, man konstatiert Fehlleistungen der Gesellschaftssysteme, bedrohliche Entwicklungen wie Kriminalität, und das möchte man abstellen, das möchte man nicht haben. Man konsta-tiert, dass Wirtschaft und Gesellschaft den menschlichen Bedürfnissen nicht ganz entgegenkommen. Vielleicht ist die dahinterliegende Theorie wiederum die Idee einer vorgegebenen Harmonisierungsmöglichkeit. Wenn man den menschlichen Bedürfnissen nach Entfaltung, nach Glückssuche durch geeignete Strukturen Rechnung trage, dann müssten sie eine Tätigkeit und Interaktion entwickeln und auch politische Ansprüche geltend machen, die zu einer Humanisierung des Systems, aber auch gleichzeitig zur Lösung gewisser Wirtschafts- und Umweltprobleme beitragen könnten. Im Hintergrund dieser Überlegungen steckt wahrscheinlich ein Automatismus-Gedanke, der bisher nicht weiter über-prüft und analysiert worden ist. Die Frage nach den subjektiven Komponenten der Lebensqualität ist so gesehen wirt-schaftswissenschaftlich und politikwissenschaftlich von eine kaum zu überbietenden Naivität. Humanitäre Ziele sollen erreicht werden, ohne dass man bisher sehen kann, es habe eine Reflexion stattgefunden über die Art und Weise, das heisst also, mit welchen wirtschaftlichen Mitteln, über welche politischen Mechanismen diese Ziele mit einiger Sicher-heit erreicht werden können und ob nicht die selbstvergessene Rekonstruktion der Gesellschaft das Wirtschaftssystem so untersteuert, dass es eine Generation später nicht mehr die Sachen produzieren kann, die erforderlich wären, um eben diese humanitäre Gesellschaft herzustellen. (Gerhard Schmidtchen, 1974, zitiert nach http://www.muellerscience.com/WIRTSCHAFT/Umwelt/Lebensqualitaet_Zitate.htm) Je ärmer Menschen sind, desto näher liegen Lebensqualität und Lebensstandard, Wohlbefinden und materieller Konsum zusammen. Lebensqualität bestand in Deutschland des Jahres 1945 in einem Stück Brot, wasserdichten Stiefeln, einem reparierten Dach über dem Kopf. Je reichen Menschen werden, desto deutlicher entfernt sich die aufsteigende Kurve des Lebensstandards von der rasch abflachenden Kurve der Lebensqualität. Im Deutschland der siebziger Jahre hängt Lebensqualität eher davon ab, ob die Arbeit Freude macht oder nur Langeweile und Rückenschmerzen, ob der Kontakt mit anderen Anerkennung oder Demütigung einbringt, ob der Schlaf durch Lärm und das Abendessen durch das Tele-fon gestört wird. Wenn ein Arbeiter statt 1300 DM 1500 DM im Monat nach Hause trägt, kann es sich damit etwas leisten, was er sich schon lange gewünscht hat, was ihm oder seiner Familie Freude macht. Es erhöht sich in der Regel seine Lebensquali-tät. Wenn ein Manager statt 30 000 DM im Monat 40 000 DM verdient, so hebt dies allenfalls sein Prestige, seine Ein-stufung unter seinesgleichen. Mit der Qualität seines Lebens hat dies ansonsten nichts zu tun. (Erhard Eppler (1981/1976): Ende oder Wende. Von der Machbarkeit des Notwendigen. dtv, S. 48) Städteplanung / Städtebau / Architektur
Sie kommen jeden Tag und verunstalten unsere Städte. Sie hinterlassen überall ihre idiotischen Schriftzüge. Sie machen aus der Welt einen hässlichen Ort. Wir nennen sie Werbeagenturen und Stadtplaner. (Bansky. Aufstand der Zeichen. In: Greenpeace Magazin, Nr. 6/2005) Die Krankheit unserer heutigen Städte und Siedlungen ist das traurige Resultat unseres Versagens, menschliche Grund-bedürfnisse über wirtschaftliche und industrielle Forderungen zu stellen. (Walter Gropius, zugeschrieben von Gaëtan Picon: Panorama des zeitgenössischen Denkens. S. Fischer, 1961. Seite 431) [.] nicht die Form an sich kann das Ziel sein, die Form hat sich vielmehr als "Dienerin" gegebenen Umständen anzu-passen, da nur aus Lebensqualität wahre Formintensität erwachsen kann. (Ludwig Mies van der Rohe) Ich träume von einer Stadt, in der Kinder willkommen sind, in der sie faire Chancen haben und in der Familien und deren Kinder auch als Mieter und als Nutzer öffentlicher Plätze gerne gesehen sind. Ich träume von einer Stadt, in der man akzeptiert, dass Kinder Freiräume brauchen. (CDU-Politiker Wolfgang Schuster. Stuttgarter Zeitung, Nr. 169 vom 25. Juli 2007, S. 20 Man kann mit einer Wohnung einen Menschen genau so gut töten, wie mit einer Axt (Heinrich Zille). Werbeblock Verschiedenes
The quality of life must be in the eye of the beholder. (Campbell, Angus / Converse, Philip E. (1972): The Human Meaning of Social Change. New York. S. 442) Der Grafiker ist, in dem er sich als Konstrukteur und Mittelsmann von Beziehungen des Menschen mit seiner künstli-chen Umwelt betätigt, ein schlichter, einfacher Demiurg. Er bemächtigt sich der täglichen Umweltverschwörung und das Maß seiner Aktion ist dabei die Lebensqualität. … Die Funktion von Design ist, die Welt lesbar zu machen. Die Welt ist ein Labyrinth, welches man entwirren muss, ein Text, der dechiffriert werden muss, ein Kontext, den man dominieren muss. (Manfé, Michael in: Hartmann, Frank / Bauer, Erwin K. (2006): Bildsprache. Otto Neurath. Visuali-sierungen. 2. Auflage. S. 152) Lebensqualität: Von Funktionären festgelegte, staatlich verabreichte Einheitsration Glück. (Rom Kritzfeld, zitiert nach http://www.muellerscience.com/WIRTSCHAFT/Umwelt/Lebensqualitaet_Zitate.htm) Altern bedeutet die allmähliche Umwandlung von Lebensqualität in Lebensquantität. (Uhlenbruck, Gerhard (1999): Die Wahrheit lügt in der Mitte. Köln: Ralf Reglin. S. 11) Zusammengestellt vo Wien, München Alle Rechte der Zusammenstellung und begleitenden Texte beim Autor. Siehe Seite 60 im Buch von Ulrich Bröckling: Das unternehmerische Selbst. Er zitiert Miller / Rose (1995): Production, Identity and democracy S. 455 Esping-Andersen 1990: 35

Source: http://www.albanknecht.de/materialien/Zitate_Lebensqualitaet.pdf

Plan de desarrollo 2010-2011 wilson

DECRETO NUMERO 28 DE 4 JUNIO DE 2010 POR MEDIO DEL CUAL SE ADOPTA EL PLAN DE DESARROLLO ECONOMICO- “POR EL RESPETO Y EL BIENESTAR DE TODAS Y DE TODOS” EL ALCALDE MUNICIPAL DE SUPIA, CALDAS En uso de sus atribuciones constitucionales y legales, en especial en las conferidas en los artículos 315, 339 y 345 de la Constitución Política de Colombia y la Ley 152 de 1994 y CO

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